Schule für Mädchen in Syrien

Wir konnten endlich für die Mädchen des Refugeeums Schulbücher kaufen und nun werden die Wände der Klassenzimmer bunt bemalt, damit das alte verfallene Schulgebäude ein bisschen wohnlicher wird. Bald ist Winter und wir müssen Fenster und Türen winterfest machen.
Das Schulfest auf dem Platz vor der Schule letzte Woche war für alle die kamen etwas ganz besonders Schönes. Es war ein grosses Freudenfest! Über 200 Menschen kamen, auch Witwen mit ihren Kinder aus dem Dorf waren eingeladen. Viele sagten, dass sie ein solches Fest so lange nicht erlebt hätten, dass sie sich durch all die tollen Darbietungen der Mädchen (Theater & Musik) wie in einer Fernsehshow gefühlt hätten und die Schwere des Krieges an diesem Tag fast ganz ausblenden konnten.
In den letzten Tagen wurden Flieger über dem Dorf gesichtet, keiner weiss, was als nächstes passiert, ob wieder Bomben fallen.
„Wir rechnen jeden Tag damit, dass es unser letzter sein kann“, sagte Amina (unsere Schulleiterin) bei unserem Gespräch per Skype, „aber die Schule ist wie mein zweites Zuhause, ich liebe es bei den Kindern und Mädchen zu sein, mit ihnen zu essen und Schulaufgaben zu machen.“ Wir lieben Amina und Abdullah unser kleines Team vor Ort, das soviel bewegt und so stark ist. Und wir lieben Abdullah, der mit Shadi das Refugeeum bei Aleppo ins Leben gerufen hat, der sich mitten im Krieg um Witwen und ihre Kinder kümmert und nicht müde wird Gutes zu tun. شكرا جزيلا
Und wir danken Euch, allen, die etwas geben! Wir konnten zum ersten Mal für alle 7 Lehrerinnen ein kleines Gehalt überweisen, den Busfahrer bezahlen, Schulbücher kaufen, für einen ganzen Monat Frühstück und Mittagessen für die Schulkinder bezahlen und armen Witwen dabei helfen ihr Zuhause winterfest zu machen und vieles mehr! Jeder Cent bewirkt hier Gutes. Bitte betet mit uns um Schutz für die Kinder und Lehrerinnen, dass dieser Ort in Khan Al Asal ein sicherer Ort bleibt und vielen Zuflucht gibt.

Grüsse von Sarah, Stevi, Shadi und dem Team in Syrien

Zufluchtsort in Syrien

Die Lage in Nordsyrien ist gefährlich, das wissen wir nicht nur aus den Medien, sondern direkt von unseren Freunden vor Ort. Seit letzter Woche gibt es zu unserem Refugeeum {Zufluchtsort} mit vielen Kindern eine Mädchenschule mit hundert jungen Mädchen (im Alter von 8-16 Jahren) , die wir betreuen. Die Schule liegt zwischen Aleppo und Idlib, in dem Dorf Khan Al Asal, in das immer mehr Menschen aus Nordsyrien fliehen. In dieser Schule gibt es einen Raum für die Kleinsten zum Spielen und Klassenräume für die Mädchen, die von sechs Lehrerinnen unterrichtet werden. Viele Lehrerinnen sind verwitwet, viele der Mädchen sind Waisen.
Jeden Morgen möchten wir für die Kinder, Mädchen und Lehrerinnen (ca. 170 Personen) ein Frühstück anbieten und zwei Mal in der Woche ein warmes Mittagessen. Denn die meisten kommen hungrig in die Schule.
Das Refugeeum bei Aleppo ist noch jung, im Juli 2019 hat es zum ersten seine Tore geöffnet. Seit der Eröffnung kamen wöchentlich 50 Kinder, seit letzter Woche hat sich die Zahl verdreifacht. 170 junge Menschen, Kinder & Mädchen besuchen das Refugeeum und es kommen viele Witwen, die um Hilfe bitten. Deshalb brauchen wir noch mehr finanzielle Unterstützung. Helf mit einen Zufluchtsort inmitten von Krieg zu bauen!
Ganz praktisch gefragt:
Wer will Geld für eine Küche spenden? 200-300 Euro
Wer ist an einer Lehrerpatenschaft interessiert? Jeden Monat 30-50 Euro
Wer will Geld für die Lebensmittel-Tafel für Witwen & Kinder geben? Jeden Monat 20-50 Euro
Wer will Geld für einen Drucker spenden? 50 Euro
Wer will Geld Frühstück und Mittagessen in der Schule geben? Jeden Monat 20-50 Euro
Wer will Geld für Schulmaterial geben? 10-20 Euro im Monat

Bitte schreibt uns: sarah@refugeeum.org

Herzensgruss von Sarah & Stevi, Shadi und Team

Mittagessen in Aleppo

Dank Eurer Unterstützung gibt es ab jetzt ein warmes Mittagessen zwei Mal in der Woche gleich nach Schule für etwa 50 Kinder, Lehrer und einige Mütter. Zudem gibt es in der Frühstückspause einen kleinen Snack (Obst und Milch). Viele kommen hungrig in die Schule. Alle sind müde vom Krieg. Das refugeeum ist ein Zufluchtsort mitten im Krieg. In einer Kleinstadt bei Aleppo mieten wir zwei grosse Räume mit Küche, Bad, Keller und Garten, in einer alten Villa, die durch ein grosses Tor geschützt liegt. Bitte betet mit uns, dass dieser Ort geschützt bleibt. Und bittet spendet weiter für dieses Projekt, damit wir auch im Winter Miete| Strom| Essen bezahlen und im Garten des refugeeum‘s einen einfachen Spielplatz für die Kinder bauen können. Das wäre der Hit! 👉Schreibt uns dazu an: sarah@refugeeum.org
Oder überweist direkt mit dem Betreff: „Hilfe für Aleppo“ an:

Sarah Euler-Brendel
IBAN DE81 8505 0300 1227 2582 63
BIC OSDDDE81XXX
Güntzplatz 5
Ostsächsische Sparkasse Dresden

refugeeum in Aleppo

Starke Neuigkeiten! Es gibt jetzt ein neues refugeeum {Zufluchtsort} in einem Dorf bei Aleppo. In einer alten Villa mieten wir zwei Räume mit Küche und Bad. Vier Mal in der Woche können dort 50 Kinder im Alter von 5-10 Jahren zur Schule gehen und spielen. Sie bekommen ein kleines Frühstück und zwei Mal in der Woche ein warmes Mittagessen. Das Team vor Ort besteht aus drei ausgebildeten Lehrerinnen und Frauen die beim Kochen und putzen helfen, einem Busfahrer, der die Kinder zur Schule fährt und Abdullah, der alles überblickt. 45 Kinder hatten letzte Woche ihren ersten Schultag. Sie kommen aus fünf anliegenden Dörfern. Die meisten der Kinder haben ihre Väter im Krieg verloren, ihre Mütter haben keine Möglichkeit zu arbeiten und leben sehr verarmt. Im refugeeumkönnen sie regelmässig duschen, Chai trinken und sie sind sicher. Immernoch fallen Bomben, überall im Dorf drohen Gefahren. Besonders die Kinder liegen uns am Herzen! Wir sammeln, um regelmäßig Miete|Wasser und Essensgeld etc. zu sichern (400 Euro pro Monat). Macht Ihr mit? Schreibt an: sarah@refugeeum.org eine E-Mail für mehr Infos oder unterstützt das refugeeum Aleppo direkt, indem Ihr mit dem Betreff „Hilfe für Aleppo“ Geld spendet an:

Sarah Euler-Brendel
IBAN DE81 8505 0300 1227 2582 63
BIC OSDDDE81XXX
Güntzplatz 5
Ostsächsische Sparkasse Dresden

Gleich skypen wir wieder mit Aleppo und berichten Euch.
Liebe und Gottes Segen,
Sarah & Stevi mit Shadi und dem Team aus Aleppo

Photo: Hinter diesem Tor verbirgt sich in einer alten Villa das refugeeum. Ein Zufluchtsort für Kinder und Frauen, inmitten von Krieg.

Hoffnung

Wiedersehen macht Freu(n)de!
Neben einem emotionalen Konzertabend mit Musik (auch kurdischer:) & Berichten aus Aleppo und Afrin|Syrien, haben wir ein wunderschönes Wochenende zusammen verbracht. Die Geschichte von Nevrus, die mit ihren vier Söhnen fliehen musste ist sehr traurig, doch wenn man ihr begegnet, weiss man das Hoffnung möglich ist. Trotz aller Strapazen, monatelanger Flucht, oft ohne Nahrung und Bleibe, gab sie nicht auf und brachte ihre Söhne bis nach Deutschland- in Sicherheit. Auch Shadi´s Geschichte ist zum Weinen, seine ganze Familie kam im Syrien Krieg ums Leben, er hat als Einziger überlebt. Seit Jahren hat er kein richtiges Zuhause und hilft dennoch, wo er nur kann, vor allem Kindern und Witwen in Aleppo. Diese beiden Menschen sind meine persönlichen Helden! Sarah

Solange es das noch gibt, diesen wolkenlosen blauen Himmel, darf ich nicht traurig sein. Anne Frank

Aleppo´s Kinder

Die erste Geld Spende für Mütter & Kinder in Syrien ist in Aleppo eingetroffen. Unser Freund konnte vor Ort an 8 Familien kleine Spenden überreichen, so dass für die nächsten Wochen wieder Lebensmittel gekauft werden können. Für 8 Familien, d.h für verwitwete Frauen mit ihren Kindern, weil ihre Männer im Krieg ums Leben kamen. Es wurde uns berichtet, dass die Freude bei den Familien riesengross ist!
Die Aktion Aleppo geht weiter. In wenigen Wochen werden wir erneut Geld nach Aleppo senden und wir wollen Kleidung verschicken. Ein Nächstes Update folgt in Kürze.
Danke für Eure Hilfe. Auch die Kinder aus Aleppo bedanken sich bei Euch:)

Sarah & Shadi

Love knows no end.

Aktion Aleppo

Wir haben jetzt einen direkten Kontakt nach Aleppo, in die Stadt Syriens, die es besonders schwer traf. Große Teile der Stadt sind zerstört bis heute gibt es in Ost-Aleppo keinen Strom und der Westteil der Stadt wird nachts immer noch bombardiert. Viele Kinder habe seit Jahren keine Schule mehr besucht. Ein grosser Teil der Einwohner konnte fliehen. Es gibt keine Hilfsorganisation, die von aussen in die Stadt kommt, viele der Menschen, die in dieser Stadt überleben fühlen sich vergessen, denn kaum jemand berichtet, was wirklich geschieht. Der Krieg ist hier keineswegs vorbei. Hier leben die Kinder des Krieges. Viele haben ihre Väter verloren und viele Kinder sind ganz alleine.
Unser Freund Shadi (27 Jahre) sagt uns: Es fehlt vor allem an Nahrungsmitteln und Zuwendung. Die Kinder und Mütter brauchen zu Essen und genauso ein liebendes Wort, Wertschätzung, ein Zeichen, dass sie hier nicht vergessen sind. Die Kinder wollen spielen, lachen, damit der Krieg verblasst. Deshalb sind Spielzeuge, Musik, Papier und Farben wichtig, um den grauen Kriegsruinen zu entkommen. Shadi kommt aus Aleppo, er schaffte die Flucht, nachdem seine ganze Familie in der Stadt ums Leben kam. Er hat immernoch Freunde vor Ort, die nicht fliehen können, weil es viel zu gefährlich ist. Einer seiner engsten Freunde kümmert sich in Aleppo inmitten der Ruinen um über 50 Kinder und um verwitwete Frauen. Er besucht sie jeden Tag, bringt ihnen zu Essen und versucht die Kinder zu unterrichten. Shadi und er arbeiten eng zusammen: „Wir dürfen unsere eigenen Kinder nicht vergessen, denn hier in Aleppo gibt es keine Unterstützung von Organisationen, wie in anderen Camps in Europa.“
Am Sonntag fielen wieder Bomben auf die ohenhin schon zerstörte Stadt. Die kleine Ghofran (8 Jahre) war zusammen mit ihrer Mutter (37 Jahre) in den Strassen Aleppos unterwegs als Flugzeuge Bomben warfen. Beide verloren ihr Leben. „Ghofran war ein aufgewecktes Mädchen“, sagt Shadi. „Sie hatte viele Freunde und versprühte jeden Tag viel Fröhlichkeit, sie träumte davon Hair-Stylistin zu werden.“ An diesem Sonntag verloren auch andere Kinder und Zivilisten durch die Bombadierungen ihr Leben.

Wer mehr Informationen über die „Aktion Aleppo“ haben möchte, kann uns gerne mailen: sarah@refugeeum.org

Gute Grüsse! Sarah & Stevi

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.
Jesus Christus

Endlich in Sicherheit

Es ist ein Wunder! Nevrus hat es samt ihren vier Söhnen nach Deutschland geschafft! In Syrien wurde ihr Haus zerstört, in Afrin herrschen schreckliche Umstände, zu schlimm, um es in hier in kurzen Sätzen zu beschreiben. Anfang des Jahres lernten Nevrus und ich uns in einem Flüchtlingslager in Griechenland kennen, seit dem sind wir im Austausch. Ihre Flucht ging über viele lange Monate, sie durchquerte viele Länder, sie und ihre Kinder wurde einige Mal von der Polizei festgenommen, dann brach unser Kontakt ab, weil ihr Handy beschlagnahmt wurde, aber immer wieder gelang uns der Kontakt. Nevrus schickte mir Bilder aus Wäldern in Bosnien, in denen sie mit ihren Jungs nachts schlief, tagelang hatten sie nichts zu essen, tranken Wasser aus Pfützen und Flüssen, manchmal konnten wir Geld schicken (auch dank Eurer Hilfe). Vorgestern konnten wir uns endlich wieder in die Arme schließen. Nevrus und ihre Söhne sind wohlauf und haben erstmal ein Jahr Bleiberecht erhalten. 🙏❤️ Sarah

Share The Love

Wir sind sehr froh, dass einige der Frauen, die wir in einem Übergangslager in Griechenland getroffen haben nun in Deutschland Asyl bekommen haben, und das der Kontakt zu ihnen geblieben ist. Wir werden weiterhin Frauen und Familien, die teilweise schon seit Jahren in Flüchtlingslagern warten, besuchen und unterstützen. Danke für Eure Spenden. Letzte Woche hat uns eine Spende ganz besonders erfreut, die wir von Herzen weitergeben. Danke!
Share The Love. Sarah und Freunde.

Screvel

Das ist Screvel aus Mossul/Irak.
Wir trafen sie und ihre Familie in einem Containercamp in Griechenland.
Screvel erzählte uns, dass in schwarz gekleidete Männer mit dunklen Augen und langen Bärten in ihre Stadt kamen und alles verwüsteten. Sie zerstörten ihr Haus. Hals über Kopf musste sie mit ihren Mutter und ihren kleinen Geschwistern ihr Zuhause verlassen. Die Männern in schwarz waren ihnen dicht auf den Fersen, ihr Vater kam in letzter Sekunde, um sie zu retten. Die Männer schlugen ihn so sehr, dass er überall blutete, sie rissen ihre Mutter mit sich und wollten auch Screvel mitnehmen. Immer wieder schrieen sie: Come! Or we will kill you! Aber Screvel und ihre Familie konnte entkommen.
Die Familie musste alles zurücklassen. Eine der wenige Dinge, die Screvel sichern konnte, war eine Medaille, die sie um ihren Hals trug. In ihrem Zimmer hingen ganz viele davon, sagte sie uns. Wenn man sich die Medaille näher anguckt, entdeckt man die Gravierung: Victory!


Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Matth 5, 3-5