Muttertag in Syrien

Zum Muttertag in Syrien am Sonntag konnten wir für zehn verwitwete Frauen die Mietschulden bezahlen, die sich über das ganze Jahr angesammelt hatten. Besonders bewegt hat mich die Geschichte von Jamila, einer alten Frau, die mit ihrem blinden Mann und 5 Enkelkindern völlig verarmt bei Damaskus lebt. Mohammed, der Junge auf dem Foto ist einer ihrer Enkelsöhne, er kann kaum hören und sprechen. Als seine Eltern mit seiner jüngeren Schwester im Bus von Damaskus nach Holms unterwegs waren, um zu sehen ob ihr Haus noch existiert, gab es eine heftige Bombenexplosion bei der alle drei ums Leben kamen. Seitdem lebt der kleine Mohammed mit seinen Geschwistern bei seinen Großeltern. Oft haben sie nichts zu essen und Schulen besuchen sie schon lange nicht mehr. Wir konnten dieser Familie nun schon einige Male helfen und werden es weiterhin tun. Jamila hat vor Dankbarkeit geweint als Nahed ihr den Umschlag für die Mietzahlung und Lebensmittel, Papier und Stifte für die Kinder gab. Alle Frauen sagen, dass sie das erste Mal praktische, verlässliche Hilfe erleben und ihnen große Lasten von den Schultern genommen werden.

Wir können nun 20 Frauen, 4 Männer, die im Krieg stark verwundet wurden und 69 Kinder regelmässig mit Lebensmitteln, Mietunterstützungen und Kleidung unter die Arme greifen.

Bitte betet um Schutz, Geld und Kapazitäten für diese wichtige Arbeit in Damaskus.

Heute startet im Flüchtlingslager Turmanin übrigens die Schuh Verteilung. Geplant sind 500 Schuhe für die Kinder.

Segen an diesem Tag! Sarah

Mohammed

nach

Refugeeum Gemeinschaft

Das Refugeeum= lat.refugere (die Zuflucht) ist ein Ort, an dem jeder geachtet und wertgeschätzt ist. Ein Zufluchtsort- nicht nur an einem Ort, sondern überall dort, wo Menschen Ihre Herzen und Häuser öffnen.