Archiv der Kategorie: Stevi+Sarah

Share The Love

Wir sind sehr froh, dass einige der Frauen, die wir in einem Übergangslager in Griechenland getroffen haben nun in Deutschland Asyl bekommen haben, und das der Kontakt zu ihnen geblieben ist. Wir werden weiterhin Frauen und Familien, die teilweise schon seit Jahren in Flüchtlingslagern warten, besuchen und unterstützen. Danke für Eure Spenden. Letzte Woche hat uns eine Spende ganz besonders erfreut, die wir von Herzen weitergeben. Danke!
Share The Love. Sarah und Freunde.

Screvel

Das ist Screvel aus Mossul/Irak.
Wir trafen sie und ihre Familie in einem Containercamp in Griechenland.
Screvel erzählte uns, dass in schwarz gekleidete Männer mit dunklen Augen und langen Bärten in ihre Stadt kamen und alles verwüsteten. Sie zerstörten ihr Haus. Hals über Kopf musste sie mit ihren Mutter und ihren kleinen Geschwistern ihr Zuhause verlassen. Die Männern in schwarz waren ihnen dicht auf den Fersen, ihr Vater kam in letzter Sekunde, um sie zu retten. Die Männer schlugen ihn so sehr, dass er überall blutete, sie rissen ihre Mutter mit sich und wollten auch Screvel mitnehmen. Immer wieder schrieen sie: Come! Or we will kill you! Aber Screvel und ihre Familie konnte entkommen.
Die Familie musste alles zurücklassen. Eine der wenige Dinge, die Screvel sichern konnte, war eine Medaille, die sie um ihren Hals trug. In ihrem Zimmer hingen ganz viele davon, sagte sie uns. Wenn man sich die Medaille näher anguckt, entdeckt man die Gravierung: Victory!


Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Matth 5, 3-5

Herzlichen Dank!

Wir wollten einfach mal Danke sagen für Eure Hilfe!
Immer wieder trudeln Spenden bei uns ein. Gestern konnten wir diesem kleinen Jungen aus Syrien/Afrin, der nochimmer mit seiner Mutter und seinen Brüdern auf der Flucht ist, 300 Euro (für Essen und Babymilch) nach Bosnien überweisen!
Bitte hört nie auf zu Geben, ihr macht soviele Menschen glücklich!

Schaut Euch gerne auf unserer Seite um, das meiste erfahrt ihr jedoch im persönlichen Austausch mit uns, dazu könnt ihr uns gerne mailen
und bei ganz vielen Fragen, können wir gerne einen Telefontermin ausmachen.

Grüsse von Sarah & Stevi

Benefizabend für Afrin

Wir berichten, wo Medien schweigen!
Menschen aus Afrin und der Türkei erzählen.
Sarah und ihre Freunde zeigen Bilder und Geschichten von ihren Reisen in ein kurdisches Flüchtlingslager.
Samuel Koch moderiert. Es gibt Musik und Poetry Slam. Alle vereint das gemeinsame Anliegen, Menschen die unterdrückt sind zur Seite zu stehen.

Der Eintritt kommt notleidenden Familien in Syrien zu Gute.
Karten per Vorbestellung Tickets oder an der AK.

Donnerstag den 24. Mai 2018
Einlass ab 19.00 Uhr
Beginn um 19.30 Uhr

Eckenheimer Landstr. 180
60318 Frankfurt

Wohnzimmergespräche

Ich (Sarah) sitze mit meiner Freundin Zam Zam (17 Jahre) und ihrem Freund Khalil (17 Jahre) in unserem Wohnzimmer.
Zam Zam spricht gut Deutsch. Ich finde es wichtig die Geschichten hinter den Gesichtern der Menschen zu hören,
die als Flüchtlinge in unser Land gekommen sind. Für mich sind es in erster Linie Menschen,
die mit viel Mut ihr Leben und das Leben ihrer Familie
gerettet haben.

Zam, Zam, wie war dein Leben vor dem Krieg? Vor 2011?

Syrien war ein schönes Land, es war sehr ruhig und viele Menschen aus anderen Ländern kamen nach Syrien. Es gab Arbeit und wir besuchten die Schule.
Wir haben schön gewohnt, umgeben von guten Menschen.

Ihr hattet eine Wohnung, ein Haus, ein Auto, ein normales Leben..

Khalil:
Ja, wir hatten viel Geld, ein Haus und zwei Autos und wir gingen regelmässig zum Markt.
Zam Zam: Wir hatten einen Garten und eine mehrstöckige Wohnung, einen Bus.. aber jetzt ist alles weg.

Ihr wart elf Jahre alt als der Krieg ausbrach.

Khalil: Der Krieg begann in der Stadt Daraa, bereitete sich nach Aleppo und Holms aus und 2012 war auch Krieg in Damaskus, wir lebten in Dörfern bei Damaskus.

Wie habt ihr davon mitbekommen, dass Krieg ist?

Zam Zam:
Es gab Menschen, die sagten, sie wollen andere Gesetze, ein andere Demokratie, das haben wir zuerst im Fernsehen gesehen und die Leute haben davon gesprochen.
Dann haben wir im Fensehen gesehen, wie Soldaten kamen und Bomben fielen und dann haben wir es mit eigenen Augen gesehen. Ich war ungefähr zwölf Jahre alt, die Bomben
fielen direkt vor unserer Wohnung. Wir haben uns oft im Keller versteckt.

Wie habt ihr diesen Zustand mehr als fünf Jahr ausgehalten?

Zam Zam:
Ich habe mir immer gesagt, ich schaffe das für meine Mutter, ich schaffe das für meinen Vater und für meinen Bruder. Ich will nicht, dass meine Mutter mich traurig sieht, damit sie nicht krank wird.
Wir schaffen das, weil es vielleicht noch Frieden gibt und wir wieder in Ruhe wohnen können.

Aber dann kam der Zeitpunkt an dem ihr gesagt haben, wir müssen jetzt unser Land verlassen…

Zam Zam:
Ich war schon fünfzehn Jahre alt und Soldaten nahmen einfach Mädchen in meinem Alter mit. Meine Tante war schon in Deutschland und mein Bruder überlegte auch zu gehen, um in Sicherheit zu sein.
Auch meine Lieblingstante wollte mir ihren Kindern fliehen. Ich wollte nicht ohne meine Tante in Syrien bleiben.
Khalil:
Wir waren immer in grosser Angst, es gab keinerlei Perspektive mehr auch die Schule konnten wir nicht mehr besuchen, weil alles zerstört war.
Unser Haus alles was wir hatten wurde uns genommen. Wir konnten nicht mehr rausgehen, frei auf der Strasse rumlaufen, weil überall geschossen wurde.

Erinnert ihr Euch noch an den Tag, an dem ihr Syrien verlassen habt?

Zam Zam:
Ich erinnere mich noch genau an das letzte Gericht, was meine Mutter mir gekocht hat.
Ich war sehr traurig als ich mich von meiner Mutter verabschiedet habe. Im Moment des Abschiedes war ich sehr traurig aber erst danach kam die schlimme Traurigkeit bis heute..
Khalil: Für mich war es sehr schlimm, weil ich meinen Onkel, den ich sehr liebe zurücklassen musste.
Die Flucht war sehr schwer, ich habe auf sieben Kinder und drei Frauen aufgepasst, die Reise war sehr beschwerlich, wir sind viel gelaufen, wussten oft nicht wohin.

In Deutschland zu sein ist auch nicht immer leicht, weil es Menschen gibt, die Euch sagen, dass ihr nicht willkommen seid…

Zam Zam:
Ich denke oft, warum bin ich hier in diesem Land?
Ich hatte auch ein Leben, ich hatte auch viele Freunde, habe eine Schule besucht und hatte viel Geld. Ich weiss nicht warum ich jetzt dieses Leben lebe. Ich will das nicht, ich möchte gerne in meine Heimat fahren und dorthin zurückgehen.
Khalil: Zu uns nach Syrien kamen auch viele Ausländer und wir waren gut zu ihnen, weil wir wussten, dass es in jedem Land Krieg gibt und wir einander helfen müssen.

Habt ihr Menschen in Deutschland getroffen, die Euch gemein behandelt haben?

Zam Zam und Khalil:
Ja, wir haben viele Menschen gesehen auf dem Weg zur Schule oder beim Spaziergang, die schlechte Dinge zu uns gesagt haben, wie „Scheiss Islam“ oder „Verpiss Dich aus unserem Land“,
„Geht in Euer Land zurück, ihr habt unser Geld genommen“ und anderes.
Zam Zam: Ich sage dann gar nichts, weil ich einfach nicht weiss, was ich darauf antworten soll.

Khalil lebt seit zwei Jahren mit seinen Eltern und einem Teil seiner Verwandtschaft in Deutschland.Er geht zur Schule, spricht Deutsch
und wünscht sich eine Ausbildung zum Automechaniker. Er vermisst seine Heimat und den anderen Teil seiner Familie, der in Syrien lebt.
Zam Zam lebt seit zwei Jahren mit ihrem Bruder in Deutschland. Ihr zweiter Bruder kam im Krieg ums Leben. Ihre Lieblingstante ertrank mit ihren fünf Kindern im Meer, weil das Schlauchboot auf einen Felsen aufschlug.
Zam Zam vermisst Ihre Eltern und ihre Heimat sehr. Sie geht zu Schule, spricht Deutsch und möchte Arzthelferin werden.

Ein warmer Winter für Xhuana und ihre Kinder

Es wird ganz schön kalt und wir sind froh, dass wir Xhuana und ihre Kinder weiterhin in Albanien unterstützen können. Letzte Woche konnten wir die halbjährliche Wohnungsmiete bezahlen und das Geld für einen Ofen überweisen. Danke an alle Refugeeum Supporter! Es gibt Pläne und Projekte, die uns am Herzen sind und für die wir Unterstützung suchen. Wer mehr dazu wissen will oder uns in irgendeiner Weise helfen möchte, kann uns am besten eine Email schicken: sarah@refugeeum.org
schuldenbegleichung 2

Kochen+Kennenlernen

Gemeinsames Essen ist wie Familie und Heimat. Syrien ist uns schon viel vertrauter, weil unsere Freunde aus Damaskus uns viele Male zu sich an ihren Tisch eingeladen und uns mit ihren Kochkünsten beglückt haben. Ein Abendessen im eigenen Zuhause ist etwas Persönliches, eine Geste von Gastfreundschaft, woraus Freundschaften entstehen können. Wenn Menschen ihre Heimat hinter sich lassen müssen, können die Gerichte von Zuhause an das Leben und den Geruch der Heimat erinnern und wir können daran teilhaben…
Wir laden am 8.Dezember 2017 an einen grossen Tisch zum Kochen+Essen+Kennenlernen im Saal des Gasthauses Röhrsdorf ein.
Anmeldung am liebsten per mail an: sarah@refugeeum.org

Euer Refugeeum-Team
IMG_7681
Photo: In der Künstlerkommunität Schloss Röhrsdorf an einem reich gedeckten Tisch voller syrischer Köstlichkeiten!

Mitmachen

Liebe Refugeeum Interessierte!

Am Donnerstag den 31. August treffen wir uns um 20 Uhr bei uns im Schloss Röhrsdorf, um Ideen zu sammeln, was wir in unserer Region machen können, um Menschen, die fliehen mussten und auch Menschen, die einsam und vergessen sind Gutes zu tun. Kommst Du vorbei?

Wir vom Refugeeum haben in den letzten zwei Jahren Wohnungen und Häuser schön gemacht, damit Geflüchtete, die sonst im Flüchtlingslager untergekommen wären einen leichteren Start in unsere Kultur bekommen. Was ist da schöner als ein familäres Umfeld zu schaffen, gemeinsam das Leben zu teilen beim Essen, Reden, Spielen mit den Kindern und die schwierigen bürokratischen Aufgaben zusammen zu erledigen?

Um alle Familien, die wir kennengelernt haben miteinander bekannt zu machen, deren Freunde kennenzulernen und ihnen unsere Freunde vorzustellen, haben wir den Kaffee-Klatsch gestartet.
Einen Raum mit viel Platz für Spiel-und Bastelecke, grossem Kuchenbuffett, Kaffee & Chai, Musik und mehr. Dieser gemütliche Nachmittag findet am 22.September zum dritten Mal im Saal des alten Gasthaus Röhrsdorf statt. Ihr seid natürlich herzlich willkommen, auch Eure Ideen, um so einen Nachmittag immer wieder unterschiedlich zu prägen.
Beim letzten Mal hat unser Afghanischer Freund Hashim Seilspringen mit den Kids gemacht.
Vielleicht könnten wir diesmal einen musikalischen Leckerbissen einladen?

Jeden Monat findet in demselben Raum ein Keramikkurs für Kinder aller Kulturen statt. Der erste Kurs war so beliebt, dass wir nun in die zweite Runde gehen. Wir freuen uns, dass Stefanie Mathy, eine Keramik Künstlerin aus Bad Schandau die Kinder begleitet. Der Kurs findet Nachmittags von 15.30 – 17 Uhr an folgenden Tagen statt: 21.08./ 11.09. /16.10./ 13.11./ 04.12.
Wer seine Kinder dafür anmelden möchte, kann am Besten Katrin kontaktieren: k.-schumann@t-online.de

Es gibt Vieles, was wir in unserer Region machen können, um Fremdenangst zu begegnen und zu verhindern:
– Schulprojekte organisieren, in denen Geflüchtete von ihrer Heimat erzählen, warum sie alles hinter sich lassen mussten
und wie es praktisch aussieht sie bei uns Willkommen zu heissen.
– Gemeinsame Flüchtlingsheime besuchen und Menschen zu uns zum Essen einladen etc.
– Kochkurse der Kulturen bei uns im Schloss Röhrsdorf
– Deutschunterreicht bei unseren Familien, für die Kinder, die noch nicht in der Schule/Kindergarten sind

Wenn Du mitmachen willst, Fragen oder Anregungen hast, melde Dich bei Sarah: sarah@refugeeum.org

We can be strong!
Sarah, Stevi und das Refugeeum Team

Willkommen

Gastfreundschaft ist ein Ort, den ein Fremder in aller Freiheit betreten und wo er zum Freund werden kann. Von unseren Syrischen und Afghanischen Familien lernen wir immer wieder, was es bedeutet sein Herz und Haus zu öffnen. Wir fühlen uns immer bei ihnen Willkommen!
IMG_1866